6 Min. Lesezeit · NEXLEAD Ratgeber
Ein gut vermarktetes Objekt bringt in der ersten Woche schnell 40 bis 60 Portal-Anfragen. Die meisten davon sind Neugierige, Träumer oder Sammler, die bei jedem Objekt anfragen. Irgendwo dazwischen stecken die 3 bis 5 echten Käufer. Wer alle Anfragen von Hand beantwortet, verliert Stunden. Wer sie liegen lässt, verliert die Käufer an schnellere Mitbewerber. Dieser Beitrag zeigt, wie die automatische Beantwortung funktioniert und worauf es dabei ankommt.
Portale wie Homegate und ImmoScout24 senden dieselbe Kaufanfrage oft an mehrere inserierende Makler oder der Interessent fragt parallel bei mehreren Objekten an. Wer innerhalb von Minuten antwortet, führt das erste Gespräch. Wer nach Stunden oder Tagen antwortet, spricht mit jemandem, der bereits einen Besichtigungstermin beim Mitbewerber hat.
Die meisten Maklerbüros in der Schweiz beantworten Anfragen abends oder am nächsten Arbeitstag, weil tagsüber Besichtigungen, Bewertungen und Beurkundungen anstehen. Genau in dieser Lücke geht das Geschäft verloren. Eine automatische Erstantwort schliesst sie, unabhängig von Uhrzeit und Wochentag.
Eine automatische Eingangsbestätigung ('Vielen Dank für Ihre Anfrage, wir melden uns') ist besser als nichts, aber sie beantwortet keine einzige Frage des Interessenten und qualifiziert ihn nicht. Der Interessent wartet trotzdem, und das Büro muss trotzdem jede Anfrage von Hand nachbearbeiten.
Der Unterschied zu einem KI-Assistenten: Er kennt die echten Objektdaten (Zimmer, Fläche, Zustand, Umgebung, Preis) und führt eine echte Konversation. Er beantwortet die Frage nach dem Baujahr, klärt, ob die Finanzierung besprochen ist, und fragt nach dem Zeithorizont. Aus einer anonymen Portal-Anfrage wird ein qualifiziertes Profil, bevor ein Mensch die Anfrage überhaupt gesehen hat.
Automatisierung ohne Qualifizierung erzeugt Besichtigungs-Tourismus: volle Samstage mit Interessenten, die weder Budget noch Kaufabsicht haben. Deshalb gehört zwischen die automatische Antwort und den Besichtigungstermin ein Qualifizierungsschritt.
Bewährt hat sich ein Scoring von 0 bis 100 anhand von Budget, Finanzierungsstand, Zeithorizont und Ernsthaftigkeit der Angaben. Erst ab einem definierten Schwellenwert bietet das System einen Besichtigungstermin an. Wer darunter liegt, erhält trotzdem eine freundliche, vollständige Antwort, bindet aber keine Makler-Zeit.
1. Die Anfrage trifft per E-Mail-Weiterleitung oder Portal-Anbindung ein, egal ob von Homegate, ImmoScout24, Newhome oder dem eigenen Website-Formular. 2. Die KI liest die Anfrage, gleicht sie mit den Objektdaten ab und antwortet in Minuten in der Sprache des Interessenten. 3. Über 2 bis 3 Rückfragen entsteht ein Score. 4. Qualifizierte Interessenten erhalten einen Buchungslink für die Besichtigung, der Termin landet direkt im Kalender. 5. Der Makler sieht am Morgen eine sortierte Liste: oben die geprüften Käufer mit Termin, unten der Rest, sauber abgelegt.
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